Club von Berlin
Club von Berlin
19. Januar 2009
Veranstaltung


  
Club von Berlin
Jägerstr. 1
10117  Berlin
Tel : 030 - 206 79 827
Fax: 030 - 206 79 828
info@clubvonberlin.de
 
 
 
 
Erinnerung
 
Empfang zum Neuen Jahr
 
am Montag, 19. Januar 2009, um 20:00 Uhr
in den Räumen der Hamburgischen Landesvertretung
Jägerstraße 1-3, Berlin-Mitte
 
Auch interessierte Gäste sind herzlich willkommen.
 
Kostenbeitrag 10,-- Euro
 
 
Mit freundlichen Grüßen
Percy MacLean                   Verena Tafel
Vorsitzer                     stellvertretende Vorsitzerin
 

 

Rede zum Neujahrsempfang des Clubs von Berlin

Percy MacLean, Vorsitzer

 

 

Sehr verehrte Gäste, liebe Mitglieder des Clubs von Berlin!

 

 

Zu unserem diesjährigen Neujahrsempfang heiße ich Sie alle wieder im Namen meiner sieben Vorstandskolleginnen und -kollegen sowie des Kurators Dr. Christian von Hammerstein sehr herzlich willkommen. Derzeit gehören dem Vorstand an: meine Stellvertreterin Verena Tafel, unsere Schatzmeisterin Angelika Schuller  sowie  - in alphabetischer Reihenfolge -  Wolfgang Arnold, Daniel Dettling, Eberhard von Einem, Kathrin Kallmorgen und Marion Welsch; ihnen allen danke ich bei dieser Gelegenheit ausdrücklich für ihr großes Engagement, das sie auch im vergangenen Jahr wieder bei der Planung und Durchführung der zahlreichen Veranstaltungen und der Betreuung von Mitgliedern und Gästen gezeigt haben, und insbesondere für die harmonische und anregende Kreativität im Team. Dank möchte ich auch unseren tatkräftigen Mitarbeiterinnen Tina Felmy (Geschäftsführung) und Nereide de Abrantes (Buchführung) sowie auch unserer vielfach bewährten Jutta Göbel aussprechen, die seit dem vergangenen Jahr die Organisation unserer Ausstellungsbesuche übernommen hat. Mein besonderer Dank geht aber natürlich auch wieder an die Hamburger Landesvertretung, unseren gastfreundlichen Vermieter, für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des bewährten gastronomischen Teams  -  gerichtet diesmal an Frau Sabine Groß, die u.a. auch für Kultur zuständig ist und heute den Hausherrn bei uns vertritt. Und Helmut Engel-Musehold erfreut uns wieder mit seinem Saxophon – Sie haben ihn schon zum Auftakt genießen dürfen und werden dies erfreulicherweise auch noch weiter tun können. Danken möchte ich diesmal aber auch ganz ausdrücklich unseren zahlreichen Mitgliedern, die immer wieder Anregungen für hochinteressante Veranstaltungen an den Vorstand herangetragen haben, und besonders auch den Koordinatoren der verschiedenen Arbeitskreise für ihre eigenständige Organisation von Vorträgen aus ihrem speziellen Themenbereich: Hella Gerth für das Forum Europa, Frauke Jung-Lindemann für den Roten Salon, Nahed Samour für das Deutsch-nahöstliche Forum, Bertold Sommer für das Arbeitsforum Menschenrechte und Henning von Zanthier für das Deutsch jüdische Forum. Und danken möchte ich schließlich den Künstlern, die im vergangenen Jahr ihre Werke in unseren Räumen ausgestellt und dadurch wesentlich zu der besonderen Clubatmosphäre beigetragen haben: Alexander Graf Schlieffen und Andrea Wallgren Nehm.

Einen knappen Rückblick auf unsere Aktivitäten im vergangenen Jahr haben wir Ihnen bereits im Weihnachtsrundbrief gegeben. In Kürze können Sie auch auf unserer aktualisierten Website das Programm Revue passieren lassen. Beim Neujahrsempfang blicken wir aber traditionell mehr in die Zukunft, und ich möchte Sie deshalb jetzt auf die kommenden Themen neugierig machen. Als Club von Berlin steht es uns gut an, eine Vortragsreihe zur Zukunft der Stadt aufzulegen: Zu den Brennpunkten der Stadtplanung möchten wir die zuständige Senatorin Junge-Reyer hören; darüber hinaus werden wir uns befassen mit der Geschichte des Städtebaus im 20. Jahrhundert, der Wiedergründung der Schinkel’schen Bauakademie, Berlins Flughäfen, den Problemen der Berliner Wirtschaft, dem Wissen als Ressource kreativer Städte und mit Berlins Kulturlandschaften (nämlich Museumsinsel und Humboldt-Forum). Verantwortlich für diese Reihe ist unser Vorstandsmitglied Eberhard von Einem, der auch die weitere Aufarbeitung der Geschichte des Clubs koordinieren wird, wobei es jetzt vor Allem um die Verbindungen zum Widerstand im Dritten Reich gehen soll. Wenn Clubmitglieder aus ihren Familienarchiven dazu Informationen beisteuern könnten, wäre dies sehr hilfreich. Auch werden wir uns als Club darüber Gedanken machen müssen, ob wir ggf. eine Erklärung zu dem Unrecht abgeben, das unseren jüdischen Mitgliedern in den dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts angetan worden ist. Es kann übrigens sein, dass wir uns im Laufe des Jahres mit einem Spendenaufruf an die Mitglieder wenden, um die mit den Recherchen betraute Historikerin finanziell unterstützen zu können. Darüber hinaus planen wir unter der Moderation von Daniel Dettling und Kathrin Kallmorgen eine Veranstaltungsreihe zur Wirtschafts- und Finanzordnung mit all den tickenden Zeitbomben, die uns möglicherweise in diesem Jahr noch bedrohen. Und für November wird unser Mitglied Günter Nooke dankenswerterweise einen Rückblick auf die friedliche Revolution in der DDR vor 20 Jahren organisieren.

 

Als nächster herausragender Gast wird uns Ende März der israelische Botschafter besuchen. Wir hoffen sehr, dass sich die Lage in Gaza bis dahin weiter stabilisiert hat und ein Prozess der Heilung von Wunden beginnt. Vielleicht können wir im Rahmen unserer beiden Foren, die sich thematisch auch mit dem Verhältnis von Israel und Palästina befassen, verschiedene Ideen für eine Lösung des Konflikts kennenlernen und vielleicht sogar im bescheidenen Rahmen für Versöhnung werben. Wäre es nicht eine verlockende Vorstellung, wenn alle Israelis und Palästinenser landesweit damit beginnen würden, die Aufgabe anzunehmen, ganz konkrete Visionen für ein friedliches Miteinander zu entwickeln und vor allem auch individuelle Beiträge zu deren Erfüllung zu leisten?

 

Nach wie vor geht es uns aber um eine ausgewogene Mischung aus anspruchsvollen Debatten und dem geselligen Teil des Clublebens. Deshalb liegen uns die persönlichen Begegnungen untereinander besonders am Herzen: Eine Exkursion beispielsweise planen wir nach Halberstadt; am Freitag, dem 3. Juli, findet wieder unser sommerliches Fest im Schloss Königs Wusterhausen statt, und selbstverständlich organisiert Frau Göbel auch wieder Besuche von aktuellen Ausstellungen, beispielsweise der privaten Sammlung Boros im Bunker Berlin-Mitte, der niederländischen Ölmalerei des 15. Jahrhunderts im Kulturforum (März bis Juni)  und der größten Bauhaus-Ausstellung aller Zeiten im Gropius-Bau (Juli bis Oktober). Darüber hinaus denken wir an ein neues Format, nämlich an themenorientierte abendliche Tischgespräche; d.h. unter der Moderation eines fachkundigen Gastes und eines Vorstandsmitglieds könnten in unseren Clubräumen Gespräche mit interessierten Mitgliedern geführt werden, bereichert um Getränke und Knabbereien. Vielleicht finden wir dadurch noch näher zueinander, als dies nach den normalen Vortragsveranstaltungen möglich ist. Wir hoffen auf große Resonanz!

 

Und zum Schluss noch eine Bitte: Kommen Sie heute Abend gern auf die Vorstandsmitglieder zu und teilen Sie uns mit, welche Anregungen Sie z.B. für eine noch stärkere persönliche Begegnung haben und welche Themen Ihnen am Herzen liegen. Den Menschen sind nach einem weisen Sprichwort nur ein Mund, aber zwei Ohren gegeben – damit wir mehr zuhören als reden. Das wollen wir vom Vorstand heute Abend praktizieren und für Ihre Anliegen offen sein. Sie aber sollen nicht nur lauschen, sondern sprechen und  - als kleine Aufgabe -  zu mindestens drei Ihnen bislang unbekannten Gästen Kontakt aufnehmen und sich gegenseitig ausfragen. Viel Freude dabei und einen vergnüglichen Abend! Lassen Sie uns gemeinsam mit den Gästen, die uns bisher noch nicht oder nur weniger gut kennen – Sie sind uns besonders willkommen! -, anstoßen auf das weitere Gedeihen unseres Clubs!

 

 

 

 

 

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