Club von Berlin
Club von Berlin
07. März 2018
PD Dr. med. Mazda Adli. "Stress in der Stadt"

Zukunft der Hauptstadt Berlin


 

www.clubvonberlin.de


Liebe Clubmitglieder, sehr geehrte Gäste,

 

im Rahmen der Vortragsreihe

„Zukunft der Hauptstadt Berlin“

möchte der Club von Berlin seinen Mitgliedern und Gästen in lockerer Folge die Gelegenheit bieten, aus erster Hand Experten des derzeitigen stadtpolitischen Diskurses zu hören und mit ihnen zu diskutieren.

 

PD  Dr. med. Mazda Adli

“Stress in der Stadt“

Am Mittwoch, dem 7. März 2018, um 20.00 Uhr,
in den Räumen des Clubs von Berlin, Jägerstr.1, 10117 Berlin
Empfang ab 19.30 Uhr

Psychische Erkrankungen, für die stressabhängige Entstehungsfaktoren angenommen werden, kommen in großen Städten häufiger vor als auf dem Land. Schadet Stadtleben also unserer Psyche? Macht Landleben glücklich? Dies sind häufig gestellte Fragen in den zahlreichen Veranstaltungen, in denen M. Adli Thesen seines neuen Forschungsgebiets „Neurourbanistik“ der Öffentlichkeit vorstellt. Natürlich spiegeln diese Fragen nur die verkürzte Sicht auf ein reales Problem wider, denn Städte werden zugleich als Wohn- und Arbeitssorte gesucht und geschätzt, weil sie soziale Begegnungen ermöglichen, Orte des Lernens sind und den Austausch von Ideen begünstigen sowie als Märkte dienen. Sie sind nicht zuletzt beliebt, um den Beschränkungen der Provinz zu entfliehen. Unstreitig wirkt ein Zuviel an Stress jedoch belastend und kann krank machen. Deshalb kommt es auf die Balance an. Wo liegt das rechte Maß? Gibt es einerseits ein durchaus gesundes Stress-Level, das nicht nur tolerabel , sondern geradezu notwendig ist, während ein Zuviel an Stress, etwa infolge von übermäßigem Lärm, von Enge und Hektik, Feinstaub und Verkehrsstaus, Anonymität und Gewalt, krankmachend wirkt? Wo liegen die Stressschwellen? Wie sollte die Stadtplanung damit umgehen?  

Dr. Mazda Adli, geboren 1969 in Köln als Sohn einer iranischen Diplomatenfamilie, ist Psychiater, Psychotherapeut und Chefarzt der Fliedner Klinik Berlin, sowie Leiter des Forschungsbereichs Affektive Störungen an der Charité Berlin.  Er studierte Medizin in Bonn, Wien und Paris, war Assistenzarzt an der FU Berlin und hat als Executive Director 2009 an der Charité den World Health Summit ins Leben gerufen. Zusammen mit der Alfred Herrhausen Gesellschaft gründete er ein interdisziplinäres Forum aus Neurowissenschaftlern, Architekten und Stadtplanern, um das emotionale Verhalten und die psychische Gesundheit in Städten zu erforschen.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Eberhard v. Einem           Verena Werhahn              Verena Tafel         

Kurator                                            Mitglied des Clubs           Vorsitzerin

nach oben