Club von Berlin
Club von Berlin
26. Februar 2018
Prof. Dr. Savoy: "Warum und zu welchem Zweck studiert man Provenienz?"

Roter Salon


 

www.clubvonberlin.de


Liebe Clubmitglieder, sehr geehrte Gäste,

im Rahmen des Roten Salons im Club von Berlin bitten wir Sie zu einem Vortrag und Gespräch mit    

Bénédicte Savoy

„Warum und zu welchem Zweck studiert man Provenienz?“

Moderation: Bernhard Schulz, DER TAGESSPIEGEL

 

Am Montag, dem 26. Februar 2018, um 20.00 Uhr,
in den Räumen des Clubs von Berlin, Jägerstr.1, 10117 Berlin
Empfang ab 19.30 Uhr

Alle Feuilletons berichteten im vergangenen Sommer über ihren überraschenden Austritt aus der Expertenkommission des Humboldt-Forums. Über die Gründe und Hintergründe dieses Schrittes sowie die Notwendigkeit von Provenienzforschung, nicht nur am Humboldt-Forum, spricht Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin und Mitglied des Collège de France (Paris), mit Bernhard Schulz, Kulturredakteur des Tagesspiegels. Savoy, die sich in ihren wissenschaftlichen Arbeiten unter anderem mit den Humboldt-Brüdern und dem Schicksal von Kulturgütern zwischen den Weltkriegen befasst hat, vermisst eine engere Verzahnung zwischen Sammlung und Forschung, aber auch eine eigene Provenienzstelle. Andreas Kilb weist in der FAZ vom 27.7.17 darauf hin, dass „die Fundamentalkritik Savoys einen Prozess der Selbstvergewisserung angestoßen hat, der dem Projekt sogar nützen könnte“.

Prof. Dr. Bénédicte Savoy, Kunsthistorikerin, unterrichtet seit 2009 als Professorin an der TU Berlin und seit 2015 auch am Collège de France („Chair internationale“) in Paris. Seit 2012 ist sie Mitglied des Exzellenz-Clusters Topoi, 2015 wurde sie in die Berlin- Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Ihr Spezial- und Ganzthema ist die Kulturgeschichte des Kunsterbes in Europa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. 2003 hat sie ein zweibändiges Werk über den Napoleonischen Kunstraub vorgelegt, das 2010 auch in deutscher Übersetzung erschien. Es  gibt kaum einen Preis oder eine Mitgliedschaft in einflussreichen Gremien, die ihr noch nicht angetragen worden wäre. Darunter die Mitgliedschaft im Stiftungsrat der Kulturstiftung des Bundes, aber auch der Leibnitz Preis, mit dem sie die Spitze einer deutschen Forschungslaufbahn erklomm. Neben anderen namhaften Wissenschaftlern aus aller Welt wurde sie in die Expertenkommission des Humboldt Forums berufen, trat jedoch im vergangenen Sommer unter Protest wieder aus.

Bernhard Schulz ist seit 25 Jahren Redakteur im Kulturressort des Tagesspiegels. Seine Themen sind Kunst, Ausstellungen und Museen sowie Architektur, Städtebau und Denkmalpflege. In den vergangenen Jahren kam ein großes Interesse an zeithistorischen Themen, insbesondere an der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, des „Dritten Reiches“ und der Sowjetunion hinzu. Im Club von Berlin hat er schon häufiger Gespräche über Kunst- und Architekturthemen moderiert.

Wir freuen uns über Ihr Kommen und bitten um Anmeldung bis zum 20.2. 2018 per Email sekretariat@clubvonberlin.de oder Telefon 030/20 67 98 27. Um einen Kostenbeitrag von 5,- Euro für Mitglieder und 10,- Euro für Gäste wird gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

Verena Tafel                                                       Dr. Frauke Jung-Lindemann

Vorsitzerin                                                           Roter Salon

 

 

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