Club von Berlin
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23. September 2013
Besuch der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien

Exkursion

Club von Berlin

Jägerstr. 1, 10117 Berlin

Tel: 030/206 79 827

Fax: 030-206 79 828

www.clubvonberlin.de

 

Liebe Clubmitglieder, sehr geehrte Gäste,

der Club von Berlin lädt Sie herzlich ein zu einem abendlichen Besuch der

Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien

am Montag, dem 23. September 2013, um  20:00 Uhr

Potsdamer Straße 94, 10785 Berlin‎  Schöneberg-Tempelhof

Pfarrer Murat Üzel  und weitere Vertreter der Kirchengemeinde und des Aramäischen Volkes in Berlin werden uns berichten von ihrem Leben in Deutschland und Berlin, von der Lage der Christen in der Türkei und Syrien, von der aktuellen Lage des Aramäischen Volkes und nicht zuletzt von dem wechselvollen Schicksal dieses uralten Volkes, das als aller erstes das Christentum angenommen hat.

 In Deutschland leben etwa 40 bis 60.000 syrisch-orthodoxe Christen. Seit etwa 1980 gibt es auch in Berlin eine syrisch-christliche Gemeinde..

Die vormals katholische St. Ludgerus Kirche in der Potsdamer Straße 94 wird seit 1984  von der syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien genutzt.

Die Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien ist eine selbstständige altorientalische Kirche, erwachsen aus dem altkirchlichen Patriarchat von Antiochia. Die Kirche von Antiochien ist nach der Urgemeinde in Jerusalem die älteste christliche Kirche überhaupt.

Die syrisch-orthodoxe Kirche ging aus den christlichen Gemeinden der syrischen Bevölkerung hervor, die um die Zeitenwende Mesopotamien mit seinen angrenzenden Gebieten besiedelte und sich damit auf die Herrschaftsgebiete zweier verfeindeter Großreiche verteilte: Der eine Teil lebte im Römischen (dann Byzantinischen) Reich, der andere im Partherreich, das im 3. Jahrhundert vom persischen Sassanidenreich abgelöst wurde. Diese Aufteilung unter verfeindete Mächte hat für die syrische Christenheit bis heute weitreichende Konsequenzen.

Im Völkermord von 1915 wurden mindestens 500.000 syrische und mindestens 1,5 Millionen weitere Christen, unter ihnen Armenier und Griechen, durch türkische und kurdische Truppen ermordet.

Der Patriarch,  Ignatius Zakka 1. Iwas, hat seinen Sitz seit 1959 in Damaskus. Die syrischen Christen definieren sich vor allem über ihre syrisch-aramäische (Hoch-)Sprache, die sie seit Jahrtausenden in ihrem Herkunftsland sprechen.

Das Patriarchat in Damaskus ist heute das geistliche Zentrum einer Kirche, zu der wohl insgesamt 6 Mio. Gläubige zählen und von denen etwa 3 Mio.Inder sind (nach anderen Angaben: ca. 1.500.000, davon 1 Mio. in Indien). Aber es ist auch das Patriarchat einer Kirche, deren Gewicht sich allmählich nach Westen verschiebt, sodass die Syrisch-Orthodoxe Kirche nun zu einer Kirche in vielen Ländern, darunter auch Deutschland, geworden ist.

Durch den Bürgerkrieg zwischen Kurden und dem türkischen Militär   wurden die meisten der syrisch-christlichen Dörfer entweder von Kurden besetzt oder vom türkischen Militär zerstört.

Durch Verfolgungen, Ermordungen und staatliche Unterdrückung sowie durch regelmäßige und systematische Übergriffe der benachbarten Moslems ist es zu einer Auswanderungswelle aus dem Kerngebiet der Aramäer gekommen. Dieses führte dazu, dass nahezu alle in der Türkei lebenden Syrisch-orthodoxen Christen ihre Heimat verlassen haben. Nur noch rund 3.000 vor allem ältere Menschen leben heute noch im Tur Abdin.

Seit einiger Zeit gibt es vorsichtige Rückkehrentwicklung in die Alte Heimat.

Der Club von Berlin erbittet an dem Abend eine Spende für die karikative Arbeit der Syrisch-Orthodoxen Kirche von Antiochien in Berlin und im Orient.

 

Dr. Hartmut Kühne                                                              Henning Niederhoff

Vorsitzer                                                                              Mitglied des Vorstands

 

 

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